Home (c) 2001-2005 Matthias Rettl, Wien und Villach/Beljak, Österreich/Austria
Österreichischer Zeitgeschichtetag 2001.
HomeProgrammInformationBeiträgeForumKontaktSitemapLinksEnglish

Einleitung
Call for Papers
Intro

 

Österreichische Zeitgeschichtetage 2001 in Klagenfurt

Demokratie - Zivilgesellschaft - Menschenrechte

Die österreichischen Zeitgeschichtetage fanden vom 4. bis 6. Oktober 2001 an der Universität Klagenfurt statt. Unter dem Generalthema "Demokratie - Zivilgesellschaft - Menschenrechte" widmeten sich Zeitgeschichtlerinnen und Zeitgeschichtler aus dem Inland und Ausland einem Rückblick auf die großen Verheißungen und die großen Niederlagen der Weltgesellschaft im 20. Jahrhundert.

Wie kein anderes hat dieses Jahrhundert die Menschenrechte mit Füßen getreten und hoffnungsfroh aufgebaute demokratische Strukturen zerstört. Und doch sind die Ideen der Demokratie und der Menschenrechte nicht untergegangen, sie sind weiterentwickelt und mehrfach kodifiziert, ihre konkrete Gestaltung ist Hauptziel der gesellschaftlichen Entwicklung und der öffentlichen Meinung geblieben. Nur wie diese Demokratien ausgebildet und gestaltet sein sollen, in welchem Verhältnis Staat und Zivilgesellschaft zueinander zu stehen hätten, welche Aufgaben ihnen zukämen und wie sie international vernetzt sein sollen, darüber herrscht keine Übereinstimmung - das ist heute wie auch über das ganze Jahrhundert hindurch in sehr unterschiedlicher und auch widersprüchlicher Form gedacht. Viele der Ideen und Vorstellungen scheinen in Vergessenheit geraten oder untergegangen zu sein. Sie auf ihre aktuelle Relevanz zu prüfen, in der wissenschaftlichen Tradition und im kollektiven Bewusstsein wiederaufzuspüren ist eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Funktion zeitgeschichtlicher Arbeit.

Neben mehr als einem Dutzend Panels zum Generalthema und zu Fragen seiner Darstellungsformen in Schule und Öffentlichkeit fand auch ein internationaler Workshop zum Thema "Feindbilder" statt, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Nahen Osten, Nordamerika und Europa teilnahmen.

Feindbilder gehören neben materiellen Wunschvorstellungen zu den wirksamsten Mitteln, Menschen für regionale und internationale Konflikte und Kriege auf ideologischer Ebene zu mobilisieren. Sie haben oft eine lange Geschichte und bilden ein zentrales Element der geschichtskulturellen Verarbeitung von Vergangenheit. Gleichzeitig sind sie aber aktuelle und geschichtsmächtige Legitimationsmuster für planendes Gestalten in Gegenwart und Zukunft.

Seite drucken Seite drucken
Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang

Sonntag, 05. September 2010
16:25

Universität Klagenfurt